BAUSTOFFRECYCLING-PREIS AN MONTANISTEN

Dipl.-Ing. Dr.mont. Daniel Resch, Doktoratsabsolvent des Lehrstuhls für Subsurface Engineering der Montanuniversität Leoben, erhielt für seine Dissertation „Verwendung von Tunnelausbruchmaterial – Entscheidungsgrundlagen“ im Rahmen des Jubiläumskongresses „25 Jahre BRV“ der Preis des Baustoffrecyclingverbandes. Baustoffrecycling ist in Österreich seit 25 Jahren etabliert. Mit über 120 Millionen Tonnen erzeugter Recyclingbaustoffe ist in diesem Zeitraum bereits eine bedeutende Rohstoff- und Deponieraumschonung gelungen.

vlnr.: Sektionschef Dipl.-Ing. Christian Holzer (Lebensministerium), Vorsitzender des GSV, Dr. Wolfgang Stanek, Dipl.-Ing. Dr. mont. Daniel Resch (unser Dissertant und Preisträger), Präsident des BRV, Ing. Günter Gretzmacher MAS,

vlnr.: Sektionschef Dipl.-Ing. Christian Holzer (Lebensministerium), Vorsitzender des GSV, Dr. Wolfgang Stanek, Dipl.-Ing. Dr. mont. Daniel Resch (unser Dissertant und Preisträger), Präsident des BRV, Ing. Günter Gretzmacher MAS,

Der Lehrstuhl für Subsurface Engineering beschäftigt sich in diesem Zusammenhang seit 2008 intensiv mit dem Thema der Verwendung von Tunnelausbruch, welcher aufgrund der aktuellen Rechtslage als Abfall zu behandeln ist.

Die auch für den Lehrstuhl für Subsurface Engineering hohe Auszeichnung wurde Resch kürzlich im Beisein der Ministerien, bedeutender Verkehrsträger und hochrangiger Vertreter der Bauwirtschaft von Sektionschef Dipl.-Ing. Christian Holzer, dem Präsidenten des BRV, Ing. Günter Gretzmacher MAS, und dem Vorsitzenden des GSV (Österreichische Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen), Dr. Wolfgang Stanek überreicht. Die Dissertation von Resch behandelt in vorbildhafter und ganzheitlicher Betrachtung die Wiederverwertung von Tunnelausbruchmaterial, was in Anbetracht stetiger Rohstoffverknappung ein Gebot der Stunde ist.

EU-Projekt „DRAGON“
Zwischenzeitlich konnte zu dieser Thematik das europaweite Forschungsprojekt DRAGON gestartet werden, das vom Lehrstuhl für Subsurface Engineering der Montanuniversität Leoben geleitet wird.
Ziel ist eine möglichst umfassende und europaweite Betrachtung des Themas Verwertung von Tunnelausbruchmaterial. Dabei  werden nicht nur Umweltbelange, technische und wirtschaftliche Aspekte betrachtet, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen in den Mitgliedsstaaten der EU.

Mit all diesen Herausforderungen müssen sich sowohl der Auftraggeber als auch die Bauindustrie auseinandersetzen, um in Zukunft eine möglichst hohe Verwertungsquote zu erreichen, wie sie gesetzlich vorgeschrieben ist, in Österreich aber zum Teil im Widerspruch zur restriktiven Rohstoffpolitik des Bundes in Bezug auf Tunnelausbruchmaterial steht. Bereits heute könnte ein Teil des jährlichen Rohstoffbedarfs in Österreich durch die Verwendung von Tunnelausbruch gedeckt werden.

Das EU-Projekt DRAGON zielt auf die Steigerung der Ressourceneffizienz im Tunnelbau und anderen untertägigen Bauprozessen wie dem Kraftwerksbau ab, indem das Ausbruchmaterial als Rohstoff für andere Industriesektoren der Mineralrohstoffindustrie zur Verfügung gestellt werden soll. Die komplette Prozesskette von der Charakterisierung des Ausbruchmaterials über die Klassifikation bis hin zur Aufbereitung soll zur Gänze unter Tage geschehen.

Weitere Informationen
Univ.-Prof. Dr. Robert Galler
Lehrstuhl für Subsurface Engineering
Tel.: 03842/402-3400
E-Mail: robert.galler@unileoben.ac.at

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