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NEU ENTDECKTES MINERAL NACH LEOBENER PROFESSOR BENANNT

Eine besondere Ehre wurde Ao.Univ.-Prof. Dr.phil. Oskar Thalhammer vom Lehrstuhl für Rohstoffmineralogie der Montanuniversität Leoben zuteil: In Anerkennung seiner Leistungen im Bereich der mineralogischen Aspekte der ultramafischen Gesteine (also von Gesteinen, bei denen der Mafit-Anteil mehr als 90 Prozent vom Gesamtmineral ausmacht) wurde ein neu entdecktes Mineral nach ihm benannt.

Ao.Univ.-Prof. Dr.phil. Oskar Thalhammer

Ao.Univ.-Prof. Dr.phil. Oskar Thalhammer

Das Mineral „Thalhammerite“ ist eines von mehr als 5.000 Mineralien, die bisher von der International Mineralogical Association (IMA) anerkannt wurden, wobei nur 700 Mineralien nach Personen benannt sind. Ein Mineral wird normalerweise nach dem Gebiet, in dem es gefunden wurde, benannt, nach seiner chemischen Zusammensetzung oder seinen physikalischen Eigenschaften oder eben nach einer Person. Wenn man bedenkt, dass derzeit rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde leben, bedeutet dies, dass nur ein Mensch unter zehn Millionen namensgebend für ein Mineral ist und auf diesem Wege geehrt und verewigt wird.

Thalhammerite hat die chemische Formel Pd 9Ag 2Bi 2S 4 und wurde in der Komsomolski Mine in Russland entdeckt. Das internationale Forscherteam, das das Mineral identifizieren konnte, wählte auch seinen Namen aus. Neben Wissenschaftlern aus Tschechien, Russland und England zählte auch Ao.Univ.-Prof. Dr. Ronald J. Bakker zu diesem Team.

Oskar A. R. Thalhammer wurde 1956 in Graz geboren. Er studierte Geologie, Paläontologie, Mineralogie und Petrologie an der Karl-Franzens-Universität Graz und promovierte 1982. 1993 folgte seine Habilitation in Mineralogie und Petrologie an der Montanuniversität, wo er seit 1995 als Außerordentlicher Universitätsprofessor für Mineralogie und Petrologie tätig ist. Seit 2008 ist Thalhammer zudem Adjunct Professor am Department of Earth Sciences an der australischen University of Adelaide. Diverse Gast-Lehrtätigkeiten an der australischen University of Newcastle und der finnischen Universität von Oulu, ca. 140 Publikationen in referierten wissenschaftlichen Zeitschriften sowie drei Jahrzehnte Gutachtertätigkeit für Geologie und Mineralogie ergänzen seinen Wirkungsbereich. Thalhammers Hauptforschungsinteressen umfassen die Lagerstättenkunde (Edelmetalle wie Gold, Platingruppen-Elemente, daneben Chrom, Nickel, massive Sulfide), die magnetische Petrologie und die angewandte Mineralogie.

Weitere Informationen:
Ao. Univ.-Prof. Oskar Thalhammer
Tel.: +43 3842 402 6205
oskar.thalhammer@unileoben.ac.at

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