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„ROHSTOFFE SIND ZUKUNFT“ IN DER KUNSTHALLE LEOBEN

Eine eindrucksvolle Sonderausstellung zum Thema „Rohstoffe sind Zukunft“ ist ab 31. März in der Kunsthalle Leoben zu sehen. Bis 30. April macht die Schau die Bedeutung primärer und sekundärer Rohstoffe für unser tägliches Leben mit ungewöhnlichen Exponaten und vielen Mitmachversuchen für Erwachsene wie Kinder begreifbar. Veranstalter ist die Montanuniversität in Zusammenarbeit mit dem Bezirksschulrat Leoben und dem Museumsverbund Steirische Eisenstraße.

Hochaktuelles Ausstellungsthema
„Der Bedarf an Rohstoffen ist im stetigen Steigen begriffen“, erklärt Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder die Brisanz des Ausstellungsthemas. „Diese Steigerung beruht einerseits darauf, dass wir durch neue Technologien Roh- und Werkstoffe benötigen, die vor einigen Jahren noch nicht nachgefragt wurden oder wir nicht kannten. Andererseits führt der steigende Lebensstandard in zukünftigen Industrienationen (China, Indien usw.) zu einem fast explosionsartigen Anstieg im Verbrauch. Wir sind daher aufgefordert, unsere Ressourcen besser auszunützen, durch umweltfreundliche Gewinnung und Verarbeitung, durch optimierten Einsatz im Produkt oder durch Wiederverwendung.“

Die Montanuniversität nimmt sich dieser Fragestellungen rund um Roh- und Werkstoffe an. Im Bereich Hochleistungswerkstoffe, ob Metalle oder Kunststoffe, werden Werkstoffe erforscht, die neue Anwendungen bei höheren Belastungen oder Temperaturen ermöglichen. Weiterentwicklungen im Bereich des Leichtbaus wiederum sorgen für den optimalen Einsatz im Produkt. Der Stoffkreislauf wird schließlich durch Recycling geschlossen. An der Erforschung neuer Methoden zur Verbesserung angeführter Problemstellungen arbeiten an der Montanuniversität Hunderte Wissenschaftler, die im Rahmen der Lehrveranstaltungen ihr Know-how auch an die jungen Studierenden weitergeben.

„Die Ausstellung ‚Rohstoffe sind Zukunft‘ soll einem breiten Publikum die Bedeutung dieses Themas näherbringen. Vielleicht schaffen wir es auch, unsere Begeisterung für das Fachgebiet an den einen oder anderen Besucher weiterzugeben“, hofft Eichlseder. Im Rahmen der Schau präsentieren sich folgende Fachbereiche der Montanuniversität in der Kunsthalle Leoben: Angewandte Geowissenschaften, Rohstoffingenieurwesen, Metallurgie, Kunststofftechnik, Industrielle Umweltschutz- und Verfahrenstechnik, Recyclingtechnik.

Internationales Comenius-Projekt
Die Ausstellung „Rohstoffe sind Zukunft“ ist zudem Teil eines internationalen EU-Projekts. „Das Comenius Regio Projekt ‚Hands On Science‘ des Bezirksschulrats Leoben mit seinen angeschlossenen Partnern Montanuniversität Leoben, Museumsverbund Eisenstraße und acht Pflichtschulen sowie der HTL Leoben versucht gemeinsam mit den italienischen Partnern aus der Provinz Pisa, den handlungsorientierten Unterricht in Mathematik und in den Naturwissenschaften zu fördern“, betonen Bezirkshauptmann Dr. Walter Kreutzwiesner und Bezirksschulinspektor Wolfgang Pojer. „Der Erlebnischarakter ist durch die Ausstellung sichergestellt, und damit wird der krönende Abschluss geschaffen und ein Hauptziel des Projekts erreicht.“

Zweite Ausstellung der Montanuniversität
„Es ist sicherlich eine wesentliche Bereicherung für die Stadt und auch die Kunsthalle, wenn ein nicht kulturhistorisches Thema hier in einer großartigen und informativen Ausstellung der Bevölkerung zugänglich gemacht wird“, ist Vizebürgermeister Maximilian Jäger überzeugt.
„Rohstoffe sind Zukunft“ ist die bereits zweite Schau der Montanuniversität in der Kunsthalle nach „Moderne Fertigungstechnologie am Beispiel Automobil“ der Studienrichtung Montanmaschinenbau im Jahr 2012. „Auch bei dieser Ausstellung liegt ein großes Ziel darin, die Schüler für die Technik zu interessieren“, so Jäger. „Bereits Schüler im Volksschulalter sollen für das Thema sensibilisiert und die Inhalte auf kindgerechte Weise verdeutlicht werden – dazu gibt es speziell für Schulklassen ausgearbeitet Führungen.“

Zur Ausstellung

Unter dem Titel „Rohstoffe sind Zukunft“ zeigt die Ausstellung in der Kunsthalle Leoben den kompletten Rohstoffkreislauf, beginnend bei der Suche nach und der Gewinnung von primären Rohstoffen über deren Aufbereitung und Weiterverarbeitung zu vielfältig einsetzbaren Werkstoffen bis hin zu den Reststoffen, die nach abermaliger mechanischer und/oder thermischer Behandlung wieder zu sekundären Rohstoffen aufbereitet werden.

Für den Erlebnischarakter der Ausstellung sorgen tolle Exponate und viele Stationen, bei denen Erwachsene wie Kinder (ab 6 Jahren) bei Versuchen in die Welt der primären und sekundären Rohstoffe eintauchen können. Die didaktische Aufbereitung ist dabei Museumspädagogin Mag. Evelyn Hohl (MuseumsCenter/Kunsthalle Leoben) zu verdanken.

Im ersten Teil der Schau im Untergeschoß der Kunsthalle wird die Arbeitsweise von Geologen bei der Auffindung von Rohstoffen ebenso vorgestellt wie der Abbau, die Aufbereitung und die Weiterverarbeitung von Rohstoffen. Ein Exkurs stellt zudem die Aufgaben der Geotechnik und des Tunnelbaus vor. Als fertiges Produkt leitet ein „Peugeot RCZ Cabrio“ zu den Ausstellungsräumen im Erdgeschoß über, wo auf das Thema „Wertstoffe“ mit dem Recycling von Metallen und Kunststoffen sowie die Abfallwirtschaft eingegangen wird.

Höhepunkte sind u. a. viele Vorführ-und Mitmachversuche, eine virtuelle, interaktive Sprengstelle, ein nachgebauter Arbeitsraum eines Geologen mit historischer und moderner Ausrüstung, ein so genannter Weee-Man aus Elektronikschrott, die Zerlegung von Handys und Festplatten in ihre zahlreichen wertvollen Bestandteile, die anschauliche Darstellung von Stoffströmen und eine praktische Anleitung zum richtigen Mülltrennen. Zahlreiche von den Industriepartnern zur Verfügung gestellte Maschinen ergänzen die Schau ebenso wie grafische Darstellungen und kurze Videos.

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 10 bis 17 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr
Sonntage, Karfreitag, Karsamstag und Ostermontag geschlossen
Öffnungszeiten im Rahmen der „Langen Nacht der Forschung“ am 4.4.2014: bis 23 Uhr
Schulführungen bei Anmeldung (Tel. 03842/4062-408) bereits ab 8 Uhr möglich

Weitere Informationen:

www.rohstoffe-leoben.at

+43 3842 4062-408

Univ.-Prof. Dr. Helmut Flachberger erklärt Kindern die Ausstellung

Univ.-Prof. Dr. Helmut Flachberger erklärt Kindern die Ausstellung „Rohstoffe sind Zukunft“

Univ.-Prof. Dr. Helmut Antrekowitsch, Bezirkshauptmann Dr. Walter Kreutzwiesner, Montanuni-Rektor Univ.-Prof. Dr. Wilfried Eichlseder, Univ.-Prof. Dr. Helmut Flachberger, Vizebürgermeister Maximilian Jäger, Mag. Susanne Leitner-Böchzelt (MuseumsCenter - Kunsthalle Leoben) und Bezirksschulinspektor Wolfgang Pojer (v.l.n.r.) bei der Präsentation der Ausstellung vor einem Weee-Man aus Elektroniksschrott

Univ.-Prof. Dr. Helmut Antrekowitsch, Bezirkshauptmann Dr. Walter Kreutzwiesner, Montanuni-Rektor Univ.-Prof. Dr. Wilfried Eichlseder, Univ.-Prof. Dr. Helmut Flachberger, Vizebürgermeister Maximilian Jäger, Mag. Susanne Leitner-Böchzelt (MuseumsCenter – Kunsthalle Leoben) und Bezirksschulinspektor Wolfgang Pojer (v.l.n.r.) bei der Präsentation der Ausstellung vor einem Weee-Man aus Elektroniksschrott

 

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