Sub-Auspiciis-Promotion an der Montanuniversität Leoben

Sub-Auspiciis-Promotion an der Montanuniversität Leoben

Bei der feierlichen Promotion: Dipl.-Ing. Dr.mont. Markus Johannes Ottersböck (Mitte) mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (li.) und Rektor Wilfried Eichlseder (re.); Foto Freisinger

Bei der feierlichen Promotion: Dipl.-Ing. Dr.mont. Markus Johannes Ottersböck (Mitte) mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (li.) und Rektor Wilfried Eichlseder (re.); Foto Freisinger

Im Rahmen einer würdevollen – den Corona-Vorschriften entsprechenden – akademischen Feier promovierte am 14. Juli 2021 Dipl.-Ing. Markus Johannes Ottersböck zum Doktor der Montanistischen Wissenschaften „sub auspiciis Praesidentis rei publicae“. Damit ist er erst die achte Person, die diese Auszeichnung an der Montanuniversität Leoben erhalten hat. Verliehen wurde die Auszeichnung von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer.

Promotion sub auspiciis

Die Promotion sub auspiciis stellt ein österreichisches Spezifikum im europäischen Hochschulraum dar. Sie ist eine der wesentlichsten Auszeichnungen der wissenschaftlichen Elite in Österreich.
Die Verleihung des Doktorates unter den Auspizien des Bundespräsidenten gibt es für Absolventinnen und Absolventen österreichischer Universitäten nur dann, wenn alle Oberstufenklassen einer höheren Schule mit Vorzug, die Matura mit Auszeichnung sowie alle Teilprüfungen der Diplom- bzw. Bachelor- und Masterprüfungen und das Rigorosum an der Universität mit „sehr gut“ absolviert worden sind. Die wissenschaftlichen schriftlichen Arbeiten (Diplom- bzw. Masterarbeit und Dissertation) müssen als ausgezeichnet beurteilt und ein „auszeichnungswürdiges Verhalten an der Hochschule als auch außerhalb derselben” bescheinigt werden.
Symbolisch für diese höchstmögliche Ehrung für Universitätsabsolventinnen und -absolventen steht der Ehrenring mit Bundeswappen und der Aufschrift „sub-auspiciis Praesidentis”.
Sub auspiciis Promovierte erhalten vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ein einmaliges Exzellenzstipendium in Höhe von 9.000 Euro, mit dem sie binnen zwei Jahren wissenschaftliche Auslandsaufenthalte, Kongressteilnahmen und Projekte aus ihrem Wissenschaftsbereich finanzieren können.

Laudatoren

„Die Montanuniversität ist bemüht, den Studierenden möglichst früh die Basis für Spitzenforschung zu legen. Durch die traditionell sehr guten Kontakte der Universität zur Wirtschaft und Industrie werden zahlreiche und umfangreiche Forschungsprojekte bearbeitet, in die häufig auch Studierende und vor allem Absolventen in die wissenschaftliche Arbeit miteingebunden werden. So hat auch Dipl.-Ing. Ottersböck im Rahmen einiger Großprojekte intensiv mit der Industrie zusammengearbeitet. Und dies mit dem Anspruch größter Perfektion“, freut sich Rektor Wilfried Eichlseder in seiner Laudatio.

Sein Doktorvater assoz.Prof. Dr. Michael Stoschka strich vor allem seine Vielfältigkeit heraus: Ottersböck kann auf einige Auslandsaufenthalte zurückblicken, nahm an zahlreichen internationalen Kongressen als Redner teil und kann auf eine Vielzahl von wissenschaftlichen Beiträgen verweisen.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer unterstrich in seinen Ausführungen die Wichtigkeit des Forschungsstandorts Steiermark: „Die Steiermark hat viele Potentiale, die dazu beitragen, uns als Forschungsland weiter zu stärken. Die exzellenten steirischen Hochschulen sind Nährboden für Wissenschaft und Forschung und tragen wesentlich zum Erfolg des Wirtschaftsstandortes und damit zum Wohlstand dieses Landes bei. Der Promovend Markus Johannes Ottersböck unterstreicht einmal mehr, welch kluge Köpfe die Steiermark hervorbringt. Der heutige Tag ist ein Meilenstein in seiner akademischen Karriere. Talent, Fleiß und  die notwendige Beharrlichkeit, ein Ziel zu verfolgen, machen diese herausragende Leistung erst möglich. Ich gratuliere sehr herzlich zur Promotion ,sub auspiciis‘, die nur den wenigsten akademischen Werdegängen zu Teil wird.

Zur Person

Ottersböck maturierte an der HTBLA Eisenstadt, Abteilung für Flugtechnik, und studierte Montanmaschinenbau an der Montanuniversität Leoben, das er 2013 mit Auszeichnung abschloss. Danach begann er mit dem Doktoratsstudium, in dem er sich mit der betriebsfesten Auslegung geschweißter Stahlstrukturen beschäftigt. Seit 2019 arbeitet er bei der EVVA Sicherheitstechnologie GmbH im Bereich Forschung und Entwicklung. Ottersböck blickt sehr gerne auf seine Zeit in Leoben zurück, besonders streicht er das gute Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden hervor. Er kann auch auf eine Vielzahl an Kontakten aus dem Leobener Umfeld zurückgreifen. Diese Auszeichnung bedeutet ihm natürlich sehr viel und macht ihn stolz, dennoch ist er davon überzeugt: „Die Leistung des Einzelnen ist immer auch ein Resultat seines gesamten Umfelds.“

Weitere Informationen

Erhard Skupa
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 03842 402 7220
E-Mail: erhard.skupa@unileoben.ac.at

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